8. Februar 2014

Sushi selber machen

Gestern nachmittag hatte ich einen riesigen Appetit auf Sushi - also bin ich zum Edeka und habe mir die nötigen Zutaten geholt. Sushi selber machen ist nämlich gar nicht schwer! Und ich zeig euch heute mal, wie ich Sushi mache.

Für eine Menge für 4 Personen braucht ihr:
  • 250g Sushi Reis (notfalls kann auch Milchreis verwendet werden)
  • 50ml Reisessig
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Zucker
  • Noriblätter (ca. 10 Stück)
  • eine Bambusmatte zum Rollen
  • Zutaten zum Füllen (ich habe Räucherlachs, Forellenfilets und verschiedenes Gemüse verwendet; man kann auch den Fisch weglassen und so vegetarisches/ veganes Sushi machen)
  • Sojasoße und je nach Belieben Wasabipaste und eingelegten Ingwer

Die Zutaten gibt es zwar auch alle bei Edeka, aber ich würde euch empfehlen, in einen Asia-Shop zu gehen. Dort sind die Zutaten meist viel günstiger und ihr könnt euch notfalls auch helfen lassen, wenn ihr nicht sicher seid. Die Bambusmatte plus Holzlöffel habe ich beispielsweise dort für knapp 1,50€ gekauft. Den größten Preisunterschied machen allerdings die Noriblätter, die bei Edeka unverschämterweise über 4€ pro 5 Blätter kosten - im Asiashop bezahlen ich für 20 Blätter knapp 3€.

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Aber kommen wir zum Rezept:

Zuerst wascht ihr den Reis, bis das Wasser klar ist. Das macht man, damit der Reis nachher nicht zu sehr klebt und besser zu verarbeiten ist. Danach kocht ihr ihn in 450ml  ungesalzenem Wasser auf und lasst ihn danach auf niedrigster Stufe 10 Minuten köcheln. Zwischendurch immer wieder umrühren, damit das Wasser gut verkocht und der Reis nicht am Topfboden festbackt. Wenn das Wasser verkocht ist, stellt ihr den Topf 10 Minuten mit einem Tuch bedeckt zum Ziehen vom Herd.

In der Zwischenzeit löst ihr das Salz und den Zucker im Reisessig auf und gießt es über den Reis, den ihr damit verrührt. Das ist sozusagen die Würzung. Nun habt ihr Zeit, das Gemüse zu schneiden und die Arbeitsfläche vorzubereiten.

Ich habe hier Radieschen, Paprika, Gurke, Räucherlachs und Forellenfilets zum Füllen verwendet.

Bei dem Gemüse ist relativ egal, was ihr benutzt. Gurke macht sich immer gut und auch Paprika, Radieschen und Avocado schmecken hervorragend. Champignons oder Tomaten würde ich allerdings eher nicht empfehlen, da sie zu matschig werden. Das Gemüse schneidet ihr in Streifen, damit es sich einfacher verarbeiten lässt. Ob ihr noch Fisch, Kaviar(-Creme), Garnelen, Surimi oder Hühnerbruststreifen verarbeitet, ist eigentlich egal. Auch Kräuterfrischkäse könnt ihr nehmen, das schmeckt nämlich wunderbar - allerdings natürlich nicht, wenn ihr Veganer oder Vegetarier seid.

Wenn der Reis abgekühlt ist (lauwarm geht auch), legt ihr ein Nori-Blatt auf die Bambusmatte. Wichtig dabei ist, dass ihr die raue, weniger glänzende Seite zu euch gerichtet oben liegen habt.

Den Frischkäse nehme ich gern zum "Verkleben" der Enden.

Darauf legt ihr eine Reihe Reis, der möglichst flach sein sollte damit das Rollen einfacher wird. Es muss nicht perfekt sein, aber achtet darauf ihn auch an den Rändern zu verteilen. Den an euren Händen klebenden Reis und die Stärke wascht ihr einfach mit Wasser ab. Auf den Reis könnt ihr jetzt das legen, womit ihr die Sushirolle füllen wollt - ich habe hier Gurke und Lachs verwendet:


Damit die Rolle nicht zu dick wird und ihr keine Probleme mit dem Rollen bekommt, übertreibt es mit der Füllung nicht zu sehr. Außerdem sollen ja die Stücke nachher mit einem Happs im Mund sein.

Beim Rollen nehmt ihr das Ende der Bambusmatte, das bei euch liegt, klappt es nach vorne hin ein und rollt so mit ihr den Reis und den Fisch ein. Dann zieht ihr die Rolle wieder zu euch und wiederholt das Ganze, bis das ganze Blatt eingerollt ist. Arbeitet dabei gleichmäßig und mit leichtem Druck, damit das Blatt nicht reißt und die Rolle relativ rund wird. Wenn sie das nicht ist, ist es natürlich nicht schlimm - das dient ja nur der Optik. Wenn am Ende noch ein Stück trockenes Noriblatt ist, könnt ihr es entweder mit ein paar Tropfen Wasser oder Frischkäse "festkleben". Die fertige Rolle legt ihr erstmal beiseite (Tipp: am besten legt ihr sie auf die "Naht", wo das Blatt aufhört, damit es später besser hält) und verarbeitet den restlichen Reis und die Zutaten zu Rollen.

Ihr könnt die fertigen Sushirollen jetzt in den Kühlschrank stellen und am nächsten Tag erst schneiden, wenn die Noriblätter weicher sind und das Sushi gut durchgezogen ist (schmeckt gleich ganz anders!). Ich kann meist aber nicht so lange warten und mach das sofort. Wichtig dabei ist, dass ihr ein scharfes Messer benutzt, damit die fertigen Sushi-Häppchen nachher nicht wie gerupft aussehen. Ihr könnt auch das Messer nach jedem Schnitt noch säubern, damit nicht an jedem Teil Reis klebt - allerdings ist das auch nur rein optisch.
Die Stücke sollten alle so um die 2cm breit sein, damit man sie gut in den Mund bekommt und nicht abbeißen muss.

Om nom nom nom...
Am besten schmeckt Sushi bei Zimmertemperatur. Falls ihr es nachts im Kühlschrank hattet, lasst es unbedingt noch ein bisschen auf Zimmertemperatur kommen, da man sonst die verschiedenen Geschmäcker nicht wirklich erkennt (außerdem kann kalter Klebreis an empfindlichen Zähnen echt wehtun). Dazu gibts dann etwas Sojasoße (bitte nicht darin ertränken!) und wer mag, kann sich noch Wasabi dazu tun. Ingwer wird als "Neutralisierer" verwendet, also zwischen den Gängen. Ich mag es nicht, aber auch das ist jedem frei gestellt.

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Alles in allem habe ich für die Zutaten bei Edeka wohl so um die 20€ bezahlt, man kann aber beim Asiashop noch einiges sparen und außerdem lassen sich viele Zutaten wie der Reisessig, die Blätter, der Reis selbst, Sojasoße, Wasabi und Ingwer mehrmals verwenden.

Ich finde, selbstgemachtes Sushi schmeckt zwar nicht immer wie im Restaurant, aber man kann viel besser schauen, was man wirklich mag und so sein eigenes Menü zusammenstellen. Außerdem finde ich es eine gute Möglichkeit für einen Filmabend oder so, denn es macht satt und schmiert nicht herum. Außerdem ist es definitiv gesünder als eine Tüte Chips.


Mögt ihr Sushi? Habt ihr es schon mal selbst gemacht
oder geht ihr doch lieber zum Asiaten?


Sayōnara, eure

Kommentare:

  1. Ich liebe Sushi! Danke für diese tolle Rezeptidee :)

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    1. Bitteschön. :) Ich hoffe, ich habs verständlich erklären können. :D

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  2. I love Sushi 🍣 💝 😃
    *yummi* dank deines Beitrags hab ich wieder so mega Lust auf Sushi bekommen, aber keins da 😄 danke dafür...
    Mein liebster Sushiladen ist das Sushi Lounge in Stuttgart....
    So meeeega lecker dort 😋
    Ich muss es mal wirklich auch selbst ausprobieren... Dein Sushi sieht aber auch lecker aus ^^
    Liebe Grüße Renita 💝

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    1. Haha, so gehts mir auf Food Blogs auch manchmal. Super lecker, aber ich hab die Hälfte der Zutaten nicht das :D

      In Stuttgart war ich glaub ich noch nie im Leben, deswegen kenn ich den Laden natürlich auch nicht, aber hier in Hannover gibts auch tolle Läden in die ich viel zu selten gehe. Allgemein geh ich eh selten auswärts essen oder bestelle etwas. Es ist eben auch nicht allzu schwer selbst was tolles zu zaubern. ^^

      Und danke für dein Kompliment. :)

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